Hamilton Ayiera zu seiner Initiative


Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Ayiera Initiative in Nairobi/Kenia, gegründet von Hamilton Ayiera. Er ist ein Kämpfer: wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, will er es umsetzen. Und tut das dann auch. Vor allem aber macht er es nicht für sich, sondern für seine Leute. Mit großem Ideenreichtum und Elan hat er in den vergangenen zehn Jahren sehr viel erreicht – im Slum Korogocho in Nairobi.

Von der Hütte zum Bildungszentrum

Hamilton Ayiera im "Community Centre" des Slums © Tom Rübenach
Hamilton Ayiera im „Community Centre“ des Slums © Tom Rübenach

2006 kam der erst 22jährige Hamilton Ayiera Nyanga aus Südafrika zurück in seinen Slum Korogocho in Nairobi. Als einer der sieben Spieler der kenianischen Mannschaft hatte er am „Homeless World Cup“ teilgenommen. Er brachte ein Preisgeld von umgerechnet etwa 800 Euro mit nachhause. Für ihn war das ein kleines Vermögen. Er verbrauchte das Geld nicht für sich, sondern half damit Kindern, die – wie er früher selbst – auf der nahen Müllhalde Dandora Verwertbares oder Essen sammelten. Er scharte in einer Hütte Kinder und Jugendliche um sich, gab ihnen zu essen, organisierte Förderunterricht oder ermöglichte Jugendlichen, etwas Geld zu verdienen – zum Beispiel durch Erlernen des Friseurhandwerks. Die Ayiera Initiative (AI) war geboren.

„Es gibt noch viel mehr zu tun“

In einem Interview auf der eigenen Ayiera-Initiative-Homepage  sagt Hamilton Ayiera: „Als ich zurückkam nach Korogocho, hatte ich das starke Bedürfnis, die Kraft des Sports zu nutzen. Und das ist übrigens genau das, was wir heute noch machen. Auf diese Weise nehmen wir die sozialen Herausforderungen an, die den Korogocho-Slum so negativ prägen. Dieser starke Wunsch brachte mich dazu, die Ayiera Initiative zu gründen.“

Das Ayiera Community Centre von innen, mit vielen Jugendlichen. © Tom Rübenach
Im Innern des Ayiera Community Centers.

Das Zentrum im Dorf

„Die Initiative ist auf unser Dorf ausgerichtet. Sie ist eine karitative Organisation für ‚Entwicklung durch Sport‘. Besonders durch den Sport helfen wir Kindern und Jugendlichen, einen Weg aus dem Elend zu finden. Fußball, oder wie wir es nennen ‚Slum Footie‘, ist ein super wirkender Katalysator. Er hilft, sozialen Wandel und Entwicklung in Korogocho zu erreichen.“

„Es stimmt: Keiner hätte diesen Erfolg vorausgesagt, als ich ein Kind war. Seit vergangenem Jahr ist unser Zentrum in Korogocho fertig. Wir erreichen mehr als Tausend Jugendliche und Kinder, die keine Chance gehabt hätten ohne uns.“

„Ich bin jetzt 35 Jahre alt und stolz darauf, was bis jetzt erreicht werden konnte. Aber es ist noch viel mehr zu tun.“

– Hamilton Ayiera Nyanga

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