Die dritte Corona-Welle jetzt auch im Slum +++ Mit Aktualisierung 12. Mai


Die dritte Corona Welle hat auch Kenia erfasst. Am 26. März hat die Regierung einen Lockdown für Nairobi und Umgebung verordnet. Unser Partner, die Ayiera Initiative (AI) im Korgocho-Slum von Nairobi hatte sein Jugend- und Bildungszentrum sofort zu schließen.

Deshalb musste auch die dritte medizinische Reihenuntersuchung der German Doctors Nairobi für die Kinder und Jugendlichen von AI sowie deren Angehörigen buchstäblich am Vorabend abgesagt werden – neben den anderen Aktivitäten im Zentrum von Ayiera. In diesem Gemeinschaftsprojekt der German Doctors, des Gymnasium Alleestraße Siegburg und unserer Stiftung war die medizinische Reihenuntersuchung durch die German Doctors Nairobi für jeden Monat vereinbart.

Hamilton Ayiera Nyanga (rechts) beim Start der Kooperation 2018 | Foto: Ayiera-Initiative

„Jetzt ist alles gestoppt“

Ende Januar und Ende Februar waren zu der Untersuchung jeweils mehr als 400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene gekommen. Nun ist vorläufig alles gestoppt, was gerade in Pandemiezeiten ein besonders schlimmer Schlag für die Slumbewohner ist. Wie lange der Lockdown andauern wird ist ungewiss.

Brian Onyango, Mitglied der Ayiera-Initiative, sagte dazu: „In letzter Minute, nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, war es niederschmetternd zu sehen, wie einige kranke Bürger von Korogocho, die zur kostenlosen Behandlung gekommen waren, aufgrund der abrupten Absage der medizinischen Übung vom Zentrum abgewiesen wurden.“

+++ UPDATE +++ 12. Mai 2021 +++

Die Ausgangssperre in Nairobi ist inzwischen von 20 auf 22 Uhr etwas gelockert worden. dadurch konnten und können einige Aktivitäten, die zuvor verboten waren, nun wieder durchgeführt werden. Bildungseinrichtungen wie Schulen haben zudem ihren normalen Betrieb wieder aufgenommen.

Brian Onyango von der Ayiera-Initiative schrieb uns dieser Tage: „Als Organisation sind wir sehr optimistisch, dass mit der Lockerung der vorherigen strikten Restriktionen etwas Licht ins Dunkel kommt und wir wieder in der Lage sein werden, unsere Aktivitäten für Kinder und Jugendliche des Korogocho Slums wieder aufzunehmen.“ Dabei, so heißt es weiter in seinem Bericht, „werden wir uns weiterhin strikt an die Covid-19- Präventivmaßnahmen halten“.

Inzwischen konnte die geplante kostenlose Gesundheitsuntersuchung durchgeführt werden – am vergangenem Samstag, dem 8. Mai, wurde die für April vorgesehene Reihenuntersuchung nachgeholt. Dies geschah wieder in Zusammenarbeit mit den German Doctors Nairobi im Ayiera Initiative Zentrum. Eine große Anzahl von Bewohnern des Korogocho-Slums erschien zur kostenlosen Untersuchung und Behandlung.

Die Initiative konnte ebenso wieder an die 500 Hilfspakete an die Slumbewohner von Korogocho verteilen, vor allem an diejenigen, die von der Pandemie sehr stark betroffen sind. Wir danken den German Doctors Deutschland, dass sie auf diese Weise zum vierten Mal geholfen haben, Hungernden im Slum zu helfen.

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