Corona im Slum von Korogocho


Mail des Gründers der Ayiera-Initiative an unsere Stiftung

Mit einer dramatischen Schilderung der Situation im Slum Korogocho hat sich der Gründer der Ayiera-Initiative, Hamilton Ayiera, an unsere Stiftung gewandt. 

Keine Arbeit, kein Essen

In seiner an unseren Vorstandsvorsitzenden Heribert Scharrenbroich adressierten Mail schreibt er unter anderem: „Die Eltern von Kindern verlieren ihre Arbeit. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Kinder auch nichts mehr zu essen haben“. Es ist wichtig zu erwähnen, dass viele der Schulkinder bisher zumindest eine einfache Mahlzeit nach dem Unterricht im Zentrum der Initiative erhalten haben. Dies ist nun nicht mehr möglich.

Einschränkungen der Bewegungsfreiheit

Auch die kenianische Regierung musste, wie viele andere weltweit, die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung stark einschränken. Dazu gehört auch die Forderung, sich nicht mit mehreren Personen an einem Ort zu treffen. Dies gilt natürlich auch für das Ayiera-Zentrum. Eine Zusammenkunft von Kindern, zum Beispiel zum Essen, ist nicht erlaubt. Das Zentrum musste seine Türen schließen. 

Die Slumbewohnerinnen und Slumbewohner sind laut der Post von Ayiera besorgt, „an Hunger und nicht am Virus selbst zu sterben“, und die meisten von ihnen schlafen jetzt öfter hungrig ein als früher. Auch die Ausgangssperre in den Slums wird von der kenianischen Polizei streng kontrolliert. Das bedeutet, dass es nicht mehr möglich ist, auf der Mülldeponie nach Lebensmitteln oder Brauchbarem zu suchen – und letzteres notfalls zu verkaufen.

„Katastrophaler Zustand“

„Slumbewohner sind die vom Coronavirus am stärksten gefährdete Gruppe“, so Hamilton Ayiera weiter. Die Lebensbedingungen in den Slums erlauben es ihnen nicht, mit all den Einschränkungen zu leben, die zur Eindämmung des Virus auferlegt wurden. Slumgebiete sind extrem dicht besiedelt und hygienisch in einem katastrophalen Zustand.

Wenn Covid-19 in den Slum von Korogocho eindringen würde, „wäre das eine Katastrophe“. Gleichzeitig ist die Situation in diesem und anderen Slums ähnlich: Fließendes Wasser ist in fast jedem Haushalt fast nicht vorhanden. Es gibt nur wenige Wasserstellen, die im Moment buchstäblich überlaufen. Wenn Eltern mit drei oder vier Kindern oft in einem einzigen Zimmer im Slum wohnen, hat das Virus leichtes Spiel. 

Wofür Ihre Spenden verwendet werden

Mit den Spenden an den Nothilfefonds „Corona-Nothilfe Ayiera Korogocho“ der Stiftung wird die Ayiera Initiative (AI):

  • An besonders Bedürftige ihres Netzwerks Lebensmittel verteilen,
  • in verschiedenen Stadtteilen des Korogocho-Slums sauberes Wasser organisieren,
  • Mund-Nasen-Masken für Erwachsene kaufen. Dann dürfen diese auch wieder in der Öffentlichkeit arbeiten, um Geld für den Kauf von Lebensmitteln zu verdienen,
  • Seife verteilen sowie über die notwendige Hygiene mit Plakaten aufklären.

Spenden sind erbeten an:

„Stiftung Zukunft“, IBAN: DE58 3706 0193 6008 0000 16
Verwendungszweck : „Corona-Nothilfe AI“.

Übrigens: Jeder Cent Ihrer Spenden kommt bei den Slumbewohnern an. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung, wenn Sie uns Ihre Adresse mitteilen. 

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